Eine Schwangerschaft ist immer eine Zeit der Veränderungen. Die Perspektive auf das eigene Leben und, ja, auch den Tod, verändert sich, wenn ein weiteres Leben entsteht. Für viele Frauen ist es eine Zeit, in der sich Glück und Ängste abwechseln, oft mit einer starken Intensität, die sie vorher nicht kannten. Das neue Leben boxt und tritt von innen, immer und immer wieder, es löst Übelkeit aus, Heißhunger, Sodbrennen oder Rückenschmerzen. Und dann ist da dieser Bauch, der immer größer wird, während da draußen ein Virus wütet.

Selbst ohne Coronavirus ist eine Schwangerschaft auch eine Zeit vieler Fragen und Entscheidungen, die eine Zukunft betreffen, die man sich ohnehin kaum vorstellen kann. Nun umso mehr:

  • Ist das ungeborene Leben im Bauch auch gut geschützt, wenn sich die werdende Mutter infiziert oder vielleicht schon infiziert ist?
  • In welchem Zustand werden die Krankenhäuser sein, wenn das Kind auf die Welt kommt?
  • Wird die Hebamme auch zum Hausbesuch kommen können?
  • Was passiert mit dem Elterngeld, wenn Mutter und Vater vor der Geburt in Kurzarbeit waren und deshalb weniger verdienten?

Auf viele der Fragen gibt es keine verlässlichen Antworten.

Wie sich das Virus selbst auf den Körper von Schwangeren und Ungeborenen auswirkt, ist nicht klar. Schließlich gibt es Covid-19 noch nicht lange, noch sind wenige Babys geboren, deren Mütter sich am Anfang oder in der Mitte der Schwangerschaft infiziert haben. Daten aus China machen zwar Hoffnung, allerdings beruhen sie auf sehr wenig Fällen in der Spätschwangerschaft. Normalerweise sind ungeborene Babys von der Plazenta vor Krankheiten und Erregern sehr gut geschützt. Es gibt allerdings drei neue, kleine und nicht vollständig aufschlussreiche Studien, die darauf hinweisen, dass das Virus Föten erreicht hat – jedoch zeigten die Neugeborenen danach keine Symptome.

Kinder sind ohnehin nach allen bisherigen Erkenntnissen gegen das Virus besser gewappnet, obwohl in Chicago gerade das erste Baby in den USA an der Krankheit gestorben ist.

Dennoch ist die generelle Aussage, dass das Coronavirus in der Schwangerschaft und bei der Entbindung keine Auswirkungen hat.

Aber bei jeder Geburt kann es im Verlauf zu Komplikationen kommen, wo man einen Kaiserschnitt empfiehlt. Die Hygieneschutzmaßnahmen sind allerdings weitaus höher.